Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Stefan Obermeier Fotografie, München

I. Geltung

1. Die nachfolgenden allgemeinen Liefer- und Geschäftsbedingungen gelten für alle von Stefan Obermeier durchgeführten Angebote, Aufträge, Lieferungen und Leistungen. Sie gelten als vereinbart mit Entgegennahme des Angebots des Fotografen durch den Kunden.

2. Wenn der Kunde den AGB widersprechen will, ist dies schriftlich spätestens am dritten Werktag nach Erhalt zu erklären. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden erlangen keine Gültigkeit, es sei denn, dass Stefan Obermeier diese schriftlich anerkennt.

3. Die AGB gelten im Rahmen einer laufenden Geschäftsbeziehung auch ohne ausdrückliche Einbeziehung auch für alle zukünftigen Aufträge, Angebote, Lieferungen und Leistungen des Fotografen, sofern nicht ausdrücklich abweichende Regelungen getroffen werden.

II. Auftragsproduktionen

1. Soweit Stefan Obermeier Kostenvoranschläge erstellt, sind diese unverbindlich. Treten während der Produktion Kostenerhöhungen ein, sind diese nur dann vom Fotografen anzuzeigen, wenn erkennbar wird, dass hierdurch eine Überschreitung der ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten um mehr als 15 % zu erwarten ist. Wird die vorgesehene Produktionszeit aus Gründen überschritten, die Stefan Obermeier nicht zu vertreten hat, so ist eine zusätzliche Vergütung auf der Grundlage des vereinbarten Zeithonorars bzw. in Form einer angemessenen Erhöhung des Pauschalhonorars zu leisten.

2. Hat der Auftraggeber Stefan Obermeier keine präzise schriftliche Weisung hinsichtlich der Gestaltung der Aufnahmen gegeben, so sind Reklamationen  bezüglich der künstlerisch und technischen Ausführung nicht zulässig. Wünscht der Auftraggeber während oder nach der Produktion Änderungen gegenüber seinem ursprünglichen Briefing, so hat er die Kosten für den Mehraufwand zu tragen. Stefan Obermeier behält den Anspruch für die Vergütung der bereits begonnenen und evtl. durch das neue Briefing nicht mehr nutzbaren Arbeiten.

3. Eine exakte Anpassung von Foto- und Videoaufnahmen an beim Auftraggeber oder beim Fotografen vorhandene Vorlagen in Lichtführung, Tonwerten, Farben, Perspektiven etc. kann nicht garantiert werden.

4. Die Aufnahmen, die dem Kunden nach Abschluss der Produktion zur Abnahme und Verwendung vorgelegt werden, wählt Stefan Obermeier kritisch aus. Bei der Auswahl wird besonderes Augenmerk auf das Briefing durch den Auftraggeber und den Verwendungszweck der Aufnahmen gelegt.

5. Stefan Obermeier darf, sofern schriftlich nichts anderes vereinbart wurde, die Foto- und Videoaufnahmen im Rahmen seiner Eigenwerbung u.a. auf Webseiten, in den Sozialen Medien und in persönlichen Präsentationen als Arbeitsproben verwenden.

6. Ist Stefan Obermeier innerhalb von drei Werktagen nach Ablieferung der Aufnahmen keine schriftliche Mängelrüge zugegangen, gilt der Auftrag als vertragsgemäß und mängelfrei abgenommen.

7. Der Kunde trägt das Risiko für alle Umstände, die nicht in der Person des Fotografen liegen, wie Wetterlage, rechtzeitige und ordentliche Bereitstellung zu fotografierender Produkte und Requisiten, Ausfall von Modellen und Reisebehinderungen etc., Warte- und Ausfallzeiten und Arbeiten zur Aufbereitung von fehlerhaften oder unvollständigen Produkten sind dem Fotografen und seinem Team zu vergüten.

III. Überlassenes Bildmaterial

1. Die AGB gelten für jegliches dem Kunden überlassene Bildmaterial, gleich in welcher Schaffensstufe oder in welcher technischen Form es vorliegt.

2. Der Kunde erkennt an, dass es sich bei dem von Stefan Obermeier gelieferten Bildmaterial um urheberrechtlich geschützte Lichtbildwerke i.S.v. § 2 Abs.1 Ziff.5 Urheberrechtsgesetz handelt.

3. Vom Kunden in Auftrag gegebene Gestaltungsvorschläge oder Konzeptionen sind eigenständige Leistungen, die zu vergüten sind, auch wenn sie nicht realisiert werden.

4. Das überlassene Bildmaterial bleibt Eigentum des Fotografen, und zwar auch in dem Fall, dass Schadensersatz hierfür geleistet wird. Der Kunde hat das Bildmaterial sorgfältig zu behandeln und darf es an Dritte nur zu geschäftsinternen Zwecken der Sichtung, Auswahl und technischen Verarbeitung weitergeben.

5. Reklamationen, die den Inhalt der gelieferten Sendung oder Inhalt, Qualität oder Zustand des Bildmaterials betreffen, sind innerhalb von drei Werktagen nach Empfang mitzuteilen. Anderenfalls gilt das Bildmaterial als ordnungsgemäß, vertragsgemäß und wie verzeichnet zugegangen.

IV. Nutzungsrechte

1. Der Kunde erwirbt grundsätzlich nur ein einfaches Nutzungsrecht zur einmaligen Verwendung zu dem vom Kunden angegebenen Zweck. Jede  darüber hinausgehende Nutzung, Verwertung, Vervielfältigung, Verbreitung oder Veröffentlichung ist grundsätzlich honorarpflichtig und bedarf der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung durch Stefan Obermeier. Das gilt auch für die Verbreitung des Bildmaterials auf Datenträgern oder durch  Downloadplattformen oder Online-Datenbanken. Veröffentlichungen im Internet oder die Einstellung in digitale Datenbanken sind vorbehaltlich anderweitiger Vereinbarungen zeitlich begrenzt auf ein Jahr. Ausschließliche oder zeitlich unbeschränkte Nutzungsrechte, medienbezogene oder räumliche Exklusivrechte oder Sperrfristen müssen gesondert vereinbart werden und bedingen einen Aufschlag von mindestens 100% auf das jeweilige Grundhonorar.

Bei der Nutzung des Bildmaterials ist der Urhebervermerk Foto: Stefan Obermeier, München anzubringen

2. Veränderungen des Bildmaterials durch Fotomontage zur Erstellung eines neuen urheberrechtlich geschützten Werkes sind nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch Stefan Obermeier und nur bei Kennzeichnung mit [M] zulässig. Das Bildmaterial darf darüberhinaus nicht abgezeichnet, nachfotografiert oder nachgestellt werden.

3. Der Kunde ist ohne Zustimmung durch Stefan Obermeier nicht berechtigt, die ihm eingeräumten Nutzungsrechte ganz oder teilweise auf Dritte, auch nicht auf andere Konzern- oder Tochterunternehmen, zu übertragen. Jegliche Nutzung, Wiedergabe oder Weitergabe des Bildmaterials ist nur gestattet unter der Voraussetzung der Genehmigung durch Stefan Obermeier.

4. Die Einräumung der Nutzungsrechte steht unter der aufschiebenden Bedingung der vollständigen Bezahlung sämtlicher Zahlungsansprüche des Fotografen aus dem jeweiligen Vertragsverhältnis.

V. Haftung

1. Der Fotograf übernimmt keine Haftung für die Verletzung von Rechten abgebildeter Personen oder von Rechten an Objekten und anderen z.B. urheber-, patent- oder markenrechtlich geschützten Gütern. Der Erwerb von Nutzungsrechten über das fotografische Urheberrecht hinaus, z. B. für abgebildete Kunstwerke oder Designobjekte sowie die Einholung von Foto- bzw. Veröffentlichungsgenehmigungen für Locations, Sammlungen, Museen etc. obliegt dem Kunden, ebenso wie die Einholung der Veröffentlichungsrechte abgebildeter Personen. Der Kunde trägt die Verantwortung für die Betextung sowie die sich aus der konkreten Veröffentlichung ergebenden Sinnzusammenhänge.

2. Ab dem Zeitpunkt der ordnungsgemäßen Lieferung des Bildmaterials ist der Kunde für dessen sachgemäße Verwendung und gegebenenfalls Archivierung verantwortlich. Der Fotograf haftet nicht für den Bestand und/oder die Möglichkeit einer erneuten Lieferung der Foto- oder Videodaten.

VI. Honorare

1. Es gilt das vereinbarte Honorar. Ist kein Honorar vereinbart worden, bestimmt es sich nach der jeweils aktuellen Bildhonorarübersicht der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM). Mit dem Honorar wird die einmalige Nutzung zum vereinbarten Zweck abgegolten. Das Honorar versteht sich zuzüglich der jeweils gültigen Mehrwertsteuer.

2. Durch den Auftrag anfallende Kosten und Auslagen (z.B. Postproduktion, Material- und Laborkosten, Modellhonorare, Kosten für erforderliche Requisiten, Leihgebühren für Fotoausrüstung, Reisekosten, erforderliche Spesen etc.) sind nicht im Honorar enthalten und gehen zu Lasten des Kunden.

3. Der Honoraranspruch ist bei Ablieferung der Aufnahme fällig. Wird eine Produktion in Teilen abgeliefert, so ist das entsprechende Teilhonorar mit jeweiliger Lieferung fällig. Der Fotograf ist berechtigt, bei Produktionsaufträgen Abschlagszahlungen entsprechend dem jeweils erbrachten Leistungsumfang zu verlangen. Das Honorar gemäß VI. 1. AGB ist auch dann in voller Höhe zu zahlen, wenn das in Auftrag gegebene und gelieferte Bildmaterial nicht veröffentlicht wird.

4. Storniert der Auftraggeber die Durchführung des bereits erteilten Auftrags oder verschiebt er den vereinbarten Termin wird ein Ausfallhonorar fällig. Bis drei Tage vor dem Termin wird ein Ausfallhonorar von 50 Prozent, danach von 100 Prozent berechnet. Bereits angefallene Kosten für Honorare, Vorbereitungen, Leih-,Reservierungs- und Locationkosten und Flug- bzw. Bahntickets und andere verauslagte Reisekosten werden dem Auftraggeber nach tatsächlichem Aufwand ebenfalls in Rechnung gestellt.

5. Eine Aufrechnung oder die Ausübung des Zurückbehaltungsrechts ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen des Kunden zulässig.

VII. Rückgabe des Bildmaterials

1. Analoges Bildmaterial ist in der gelieferten Form unverzüglich nach der Veröffentlichung oder der vereinbarten Nutzung, spätestens aber 3 Monate nach dem Lieferdatum, unaufgefordert zurückzusenden

2. Der Fotograf erhält bei Printnutzung zwei Belegexemplare, bei Onlinenutzung einen aktuellen Link auf die Seite mit der Veröffentlichung seiner Arbeit mit der Erlaubnis, einen Screenshot anzufertigen. Eine Verlängerung der 3-Monatsfrist und eine Ausnahme von der Belegpflicht (z.B. bei vertraulichen Inhalten) bedarf der schriftlichen Genehmigung durch Stefan Obermeier.

3. Die Rücksendung aller fotografischen Materialien und Datenträgern, insbesondere von analogen Unikaten wie Dias und Negativen, durch den Auftraggeber erfolgt auf dessen Kosten in sachgerechter Verpackung und auf einem Versandweg mit Sendungsverfolgung und Empfangsbestätigung. Das Risiko des Verlust oder der Beschädigung während des Transports liegt beim Auftraggeber.

VIII. Vertragsstrafe, Schadenersatz

1.Bei jeglicher unberechtigten (ohne Zustimmung von Stefan Obermeier erfolgten) Nutzung, Veröffentlichung, Wiedergabe oder Weitergabe des Bildmaterials ist für jeden Einzelfall eine Vertragsstrafe in Höhe des fünffachen Nutzungshonorars nach MFM zu zahlen, vorbehaltlich weitergehender Schadensersatzansprüche.

2. Bei unterlassenem, unvollständigem, falsch platziertem oder nicht zuordnungsfähigem Urhebervermerk ist ein Aufschlag in Höhe von 100% auf das vereinbarte bzw. übliche Nutzungshonorar zu zahlen.

IX. Allgemeines

1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland als vereinbart, ausdrücklich auch auch bei Produktionen im und Lieferungen ins Ausland.

2. Nebenabreden zum Vertrag oder zu diesen AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

3. Die etwaige Nichtigkeit bzw. Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieser AGB berührt nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen. Die Parteien verpflichten sich, die ungültigen Bestimmungen durch eine im Inhalt entsprechende wirksame Bestimmung zu ersetzen, die der ursprünglich angestrebten Regelung juristisch und wirtschaftlich am nächsten kommt.

4. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist München.